De te fabula narratur
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Meine persönlichen Interessen sind durchaus vielfältig, daher möchte ich mich hier auf die Schwerpunkte Musik sowie Fernsehen & Film beschränken. Weitere interessante Internet-Adressen, die ich ebenfalls des öfteren besuche, sind kurz und knapp unter der Rubrik Links zusammengefasst.

Musikalisch kenne ich fast keine Grenzen, sowohl in der Zeit als auch im Raum. Auf diesem Gebiet gibt es Dinge, die ich liebe, Dinge, die gut sind, aber wiederum auch solche, die sich nur unfreiwillig durch meine Gehörgänge kräuseln (wie z.B. Techno oder aber auch die meiste Popmusik der letzten zehn Jahre). Darum hier einiges über die Musik, die ich mag, versehen mit einigen Links, denen ich durchaus zu folgen empfehle.

Beginnen will ich in längst vergangenen Zeiten. Seit wir vor mittlerweile vielen Jahren im Schulchor ein Trinklied der französischen Renaissance gesungen hatten, bin ich von den Harmonien der Musik dieser Zeit begeistert. Da sich deren Klang natürlich nur auf entsprechenden zeitgenössischen Instrumenten voll entfalten kann, empfehle ich bei der Frage nach Alter Musik mit gutem Gewissen die Harmonia Mundi, bei der die Einspielung mit authentischen Instrumenten oberstes Gebot ist. Wenn dann noch ein Name wie René Clemencic mit seinem Clemecic Consort auftaucht, kann man davon ausgehen, ein wunderschönes Stück Musik in den Händen zu halten. Wer nun mehr über frühe Musik wissen möchte, dem empfehle ich die Seiten der Medieval Music & Arts Foundation mit ihrer umfangreichen Early Music FAQ, die von einer genauen Begriffsklärung bis hin zu CD-Empfehlungen mehr beinhaltet, als ich hier je niederschreiben könnte. Noch mehr Links zu dieser Musikepoche hält das Classical Net mit seiner Page Early Music Files & Links bereit. Wer nun nicht fündig wird, dem kann ich auch nicht mehr helfen...

Doch was die Renaissance in meinen Augen nicht schaffte, gebar die folgende Epoche des Barocks: den für mich größten Komponisten des zweiten Jahrtausends, Johann Sebastian Bach. Meine eigenen musikalischen Aktivitäten an der Orgel brachten mich seinem Werk nahe, seine weltlichen Werke wie die Brandenburgischen Konzerte faszinierten mich früh durch ihre Polyphonie und sein kirchliches Werk wie das Weihnachtsoratorium oder die Matthäus-Passion rauben mir mitunter im wahrsten Sinne des Wortes den Atem. Wer mehr über Bach und sein Werk erfahren will, sollte einmal beim Bachhaus Eisenach vorbeischauen.

Nach dem B wie Bach folgt bei mir das B wie Beethoven; einen Menschen, der etwas so geniales wie die Neunte Symphonie (und insbesondere deren zweiten Satz) komponiert hat, noch dazu als er taub war, muß man einfach verehren. Bei seinen Klaviersonaten und Violinenkonzerte kann ich einfach unbeschwert die Seele baumeln lassen. Umfangreiche Informationen zu diesem großen Komponisten sind selbstverständlich auch im Web zu finden. Aber natürlich höre ich auch Mozart oder Verdi: ihre Requiems sind für bestimmte Gefühlslagen einfach wunderbar und eine gelungene Aufführung einer Verdi-Oper in einem der drei Opernhäusern Berlins lasse ich mir ungern entgehen.

Kommen wir nun bei meiner musikalischen Leidenschaft in neuzeitliche Gefilde. Im Jahre 1989 hörte ich im Radio einen sehr ungewöhnlichen Song, dessen Text fast ausschließlich aus der Nennung von Personen, Orten und Ereignissen seit Ende des 2. Weltkrieges bestand. Unterlegt von einem treibenden Rhythmus ging mir der Song nicht mehr aus dem Ohr, und ich kaufte mir die CD mit dem Namen "Storm Front", von welcher dieser Titel stammte. Die CD war von einem mir bis dato unbekannten Künstler namens Billy Joel und auch die anderen Songs gefielen mir bei jedem Hören immer besser. Irgendwann kaufte ich mir eine zweite CD von dem "Piano Man" und dann eine dritte, bis ich sein gesamtes Longplayer-Werk besaß. Seitdem oute ich mich von Zeit zu Zeit als Billy-Joel-Fan. Um mich auf dem Laufenden zu halten, besuche ich entweder die offizielle Billy Joel Page oder aber eine der vielen Fan-Pages im Web, bevorzugt Turnstiles oder aber die deutsche Billy Joel Page.

Wer mich persönlich kennt, der weiß, daß ich mich nicht mit einem Künstler begnügen kann, sondern immer auf der Suche nach neuer, unbekannter, mich faszinierender Musik bin. So entdeckte ich vor einigen Jahren durch die tatkräftige Unterstützung eines guten Freundes (Danke, Roli!) die französische Gruppe Pow woW. Die ersten CDs waren von einem ausgezeichneten A-Capella-Gesang geprägt, was sich jedoch in den neueren CDs - und nicht zum Schlechten - zu einer Instrumental-Unterlegung gewandelt hat. Leider ist diese Gruppe in Deutschland kaum bekannt, daher kann ich mir neue CDs nur aus Frankreich besorgen lassen. Wer jetzt neugierig geworden ist, dem empfehle ich Pow web : le site non-officiel de Pow woW (natürlich französisch). Weniger ein Geheimtip, doch von mir ebenfalls sehr gemocht, ist die amerikanische Gruppe No Doubt (offizielle Homepage). Ihre stimmige Mischung aus Funk, Ska und Rock geht vom Ohr direkt in die Beine. Und wo wir schon dabei sind: Ska höre ich auch immer wieder gerne und kann auch einige CDs diverser Gruppen (Specials, Toasters, Butlers etc.) mein eigen nennen. Alles Wissenswerte über Ska findet sich übrigens im Rudenet.Com.

Lieblingssänger neurer Zeit sind zum einen der mittlerweile schon recht bekannte Berliner Liedermacher Funny van Dannen. Seine bislang vier CDs mit herrlich absurden, komischen, aber doch (fast) immer hintergründigen Liedtexten haben mich schnell begeistert. Eine offizielle Homepage hat Funny leider (noch) nicht, dafür gibt es einige Fan-Pages wie z.B. die von Frank Rosin oder aber auch die von Nico Steiger. Zum anderen entdeckte ich vor nicht allzulanger Zeit Elvis. Keine Angst, ich spreche nicht von Elvis Presley, sondern von Elvis Costello, einem der wenigen populären Musiker unserer Zeit, die man als wirklich vielseitig bezeichnen kann. Daß ich mit dieser Meinung nicht alleine da stehe, beweisen die vielen Fan-Pages wie z.B. Elvis Costello Online- Elvis Costello's Unofficial Home oder auch The Elvis Costello Homepage. Und auch dem Mainstream kann ich nicht so ganz entsagen: die hierzulande noch recht unbekannte Sandra Pires finde ich auch sehr gut. Nicht zu vergessen sind Künstler wie Neil Young, Led Zeppelin, Simon & Garfunkel, Meat Loaf, Ocean Color Scene, Lars Reichow, Madness, Queen und und und...

Zum Abschluß der Darstellung meiner musikalischen Interessen noch zwei kurze Abstecher in die Welt des Jazz und in die sogenannte Weltmusik an sich. Da ich auch ein Freund der Jazz-Musik bin, will ich auch kurz meine Favoriten wie Herbie Hancock, Oscar Peterson oder Thelonious Monk nennen. Mein Lieblings-Jazz-Musiker ist und bleibt jedoch Dave Brubeck, der bewunderswerterweise in seinem Alter immer noch tourt und auch neue Platten produziert. Viele Informationen zu Dave Brubeck hat Malcolm Wallace auf seiner Dave-Brubeck-Page zusammengetragen. In den weltmusikalischen Gefilden liegen meine Vorlieben zum einen bei Musik aus Latein- und Südamerika, zum anderen im asiatischen Raum, speziell China und Japan. Besonders der wuchtige Klang der großen Kodo-Trommeln hat es mir angetan.

Mit dem Fernsehen bin ich groß geworden, und auch heute nutze ich dieses Medium neben der Information hauptsächlich zur Entspannung, Unterhaltung, Ablenkung, dies gestehe ich ganz offen. Darum im folgenden nun einige meiner Lieblingssender, -sendungen und -serien. Und um ganz am Anfang zu beginnen, nenne ich gleich Captain Future, eine SF-Zeichentrickserie aus meiner Kindheit, die - dem Privatfernsehen sei Dank - auch heute noch zu sehen ist. Lange Zeit geriet diese Serie bei mir in Vergessenheit, bis ich eines Tages den Soundtrack in die Finger bekam und alte Kindheitserinnerungen erwachten. Und was keine andere Serie schaffte - ich finde sie auch nach 20 Jahren noch gut!

Wo ich schon einmal mit Zeichentrick begonnen habe: ein gewisses Faible für dieses Genre ist bei mir stets erhalten geblieben. So lasse ich mir kaum eine Folge von der wahrscheinlich gelbsten Familie der Welt, den Simpsons, entgehen. Der Humor dieser Serie ist durchaus hintergründig und beruht nicht einzig auf platten Gags. Zur Zeit ist Pro Sieben der deutsche Heimsender von Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie und bietet auch ein eigenes Simpsons-Home. Wenn ich jedoch den Cartoon-Overkill suche, dann schalte ich natürlich ins Cartoon Network. Neben den klassischen Cartoons wie Bugs Bunny, Tom Jerry, Coyote & Road Runner und allen voran den Werken des großen Tex Avery liebe ich Serien wie Dexter's Laboratory oder auch Two stupid dogs.

Cartoons sind witzig, aber wenn ich mich wirklich amüsieren möchte, lege ich ein Video einer meiner beiden Lieblings-Comedy-Serien ein. Der Klassiker schlechthin ist natürlich Monty Python's Flying Circus, der unter PythOnline auch ein virtuelles Heim gefunden hat. Diese britischen Urväter des Humors aus den späten sechziger und frühen siebziger Jahren sind auch heute noch zum Wegschmeißen komisch (natürlich nur im Original). Etwas neueren Datums ist mein zweiter Favourit, eine amerikanische Serie mit dem Titel Seinfeld (die offizielle Seite seinfeld.com gibt es leider nicht mehr, darum geht dieser Link auf eine deutsche Fanpage). Obwohl es nach eigener Aussage der Macher in dieser Serie um nichts geht, halte ich sie für die beste Sitcom, die jemals produziert wurde. In dieser Meinung bestärkt werde ich durch die Tatsache, daß Seinfeld in Amerika die erfolgreichste Sitcom überhaupt ist, sie in Deutschland hingegen kaum jemand sehen will.

Einen guten Übergang vom Fernsehen zum Film schafft die Serienfamilie von Star Trek. Vor allem die neueren Serien "Next Generation" und "Deep Space Nine" besitzen meine Sympathien. Sicherlich gibt es größere Fans als mich, die im extremsten Fall das Ganze schon fast als Religion und nicht mehr als gute Unterhaltung ansehen, aber wenn ein neuer Star Trek Film in die Kinos kommt, kann mich nichts und niemand davon abhalten, ihn möglichst schnell zu sehen. Ein anderer Science-Fiction-Film, der mich übrigens sehr begeistert hat, ist Matrix (IMDb Eintrag), doch dies nur am Rande.

Wirklich gutes Kino ist jedoch leider heutzutage sehr selten zu sehen. Gerade auf dem Bereich der Komödie ist das Niveau doch eher platt. Einen so fantastischen Film wie Sein oder nicht sein von Ernst Lubitsch wird wohl nicht wieder produziert werden. Der für mich allerdings größte Regiesseur dieses Jahrhunderts auf dem Gebiet Komödie kann natürlich nur Billy Wilder sein, denn Filme wie Manche mögen's heiß, Eine auswärtige Affäre, Eins, zwei, drei oder Zeugin der Anklage (nicht gerade eine Komödie) sprechen für sich, wie ich finde.

Schwere Kost sind hingegen sicherlich die Filme von Peter Greenaway. Ich wage hier nicht zu behaupten, daß ich einen seiner Filme verstanden habe, aber seine Bildsprache ist so umwerfend, die Geschichten, die er erzählt, sind fesselnd und die Musik seiner Filme von Michael Nymann (IMDb Eintrag) einzigartig. Selten habe ich auf der Leinwand Bilder von solcher Schönheit wie im Kontrakt des Zeichners oder von solcher Inhaltsschwere wie in Prosperos Bücher gesehen. Informationen zu diesem großartigen Künstler bieten zusätzlich der Greenaway Guide und Prospero's Cell. Und wer in seinem Leben noch keinen Greenaway-Film gesehen hat, sollte dies schnell nachholen...

Zum Abschluß noch ein paar Filme, die ich mir - neben den bereits erwähnten - immer wieder ansehen könnte: 2001 - Odyssee im Weltraum, Akira, Die Blechtrommel, Brazil, Citizen Kane, Clerks, Delicatessen, Fame, Der große Diktator, Harold und Maude, Hongkong Love Affair, Leningrad Cowboys Go America, Mosquito Coast, Night On Earth, Short Cuts, Tampopo, Uhrwerk Orange, Viel Lärm um Nichts, Z.


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Last Change: 29.05.2006


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